Sehr lange Zeit habe ich mich anschließend mit den Aktienmärkten beschäftigt, Kurse studiert, Unternehmen geradezu bis ins kleinste Detail filetiert. Dann begann ich meine ersten Schritte im Handel, aber dieses zunächst nur auf dem Papier. Zu schwer musste ich für die 25.000 DM arbeiten, um sie anschließend leichtfertig auf dem Aktienmarkt zu verzocken. Aufgrund dessen entschloss ich mich, quasi in die Lehre zu gehen, übte, analysierte weiter, bis ich mich sicher fühlte. In der Zwischenzeit (1999) hatten sich auch die Handelsbedingungen für Kleinanleger gehörig verändert. Das Internet war auf dem Vormarsch, die Kosten für den Handel sanken dank der Direktbanken. Die Märkte wurden transparenter. Es entwickelte sich ein regelrechter Wettbewerb unter den Geldinstituten zum Vorteil des Kunden. Ich eröffnete ein Depot bei der Comdirect Bank. Hier hatte ich für die damalige Zeit optimale Spielbedingungen, um einen guten Durchblick am Markt zu erhalten. Wir befinden uns nun zeitlich direkt in der New Economy, dem Neuen Markt, dem Pendant zur Nasdaq. Aktienkurse explodierten geradezu. Die Pommesbude mit Internetanschluss um die Ecke war über Nacht quasi mehr Wert als mein derzeitiger Arbeitgeber, ein Taxiunternehmer aus Bremen. Im Nachhinein betrachtet ging aber diese Phase völlig an mir vorbei. Ich fühlte mich berauscht, wie jemand, der im Vorwege von die nächsten sechs Richtigen plus Superzahl weiß oder besser erahnt. Ich wollte nur den Volltreffer, den Wert, der noch mehr als eine überdimensionale Performance erwirtschaftet, finden...
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